Lohnt sich ein dynamischer Stromtarif für mich?
Der Tarif-Check rechnet mit Ihrem Verbrauch und den echten Börsenpreisen nach, was ein dynamischer Stromtarif Sie gekostet hätte: in den letzten 12 Monaten und in jedem Jahr seit 2019, in Euro, im Vergleich mit Ihrem Festpreis. Das ist ein Rückblick und keine Vorhersage, denn ein Versprechen der Form „Sie sparen 200 Euro“ kann niemand halten. Dazu zeigt er, was es gebracht hätte, Verbrauch in günstige Stunden zu legen, etwa mit E-Auto, Wärmepumpe oder Speicher.
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So rechnet der Tarif-Check
- Ihr Verbrauch zählt, nicht der Durchschnittspreis. Haushalte brauchen Strom vor allem morgens und abends, also in den teuren Stunden. Bezahlt wird deshalb mehr als das einfache Mittel des Börsenpreises, mit dem geworben wird. Der Tarif-Check zeigt beide Zahlen.
- Nur ein Teil des Preises ist dynamisch. Netzentgelt, Steuern, Umlagen und der Aufschlag des Anbieters liegen als fester Block auf jeder Kilowattstunde. Halbiert sich der Börsenpreis, halbiert sich die Rechnung nicht.
- Verschieben nur, was sich verschieben lässt. Das Auto lädt nur, während es zu Hause steht, und nicht schneller, als die Wallbox kann. Eine Wärmepumpe verschiebt wenige Stunden, nicht den Tag. Von Hand verschiebt auf Dauer kaum jemand; ohne automatische Steuerung rechnet der Tarif-Check deshalb deutlich vorsichtiger.
- Beim Speicher zählen Verluste und Verschleiß. Für jede gelieferte Kilowattstunde muss mehr geladen werden, und auch auf diese Mehrmenge fallen Netzentgelt und Abgaben an. Jeder Zyklus verbraucht Lebensdauer. Solarstrom hat Vorrang; ein kleiner Speicher hat deshalb im Sommer wenig Platz für günstigen Netzstrom.
- §14a EnWG, Modul 3. Die Zeitfenster des Netzbetreibers sind nicht die der Börse. Geplant wird auf die Summe aus Börsenpreis und Netzentgelt.
- Mehrere Jahre statt eines. 2022 und 2024 liefern gegensätzliche Ergebnisse. Eine Spanne ist ehrlicher als ein einzelner Wert. Gerechnet wird mit den Börsenpreisen des jeweiligen Jahres und den heutigen Abgaben und Tarifen.
Was der Tarif-Check nicht kann
- Er sagt keine Preise voraus. Ein dynamischer Tarif ist eine Wette darauf, wie stark die Preise künftig schwanken.
- Der Festpreis enthält eine Preisgarantie. Sie ist kein Aufpreis, den man mit einem dynamischen Tarif spart, sondern der Gegenwert für ein Risiko, das Sie dann selbst tragen.
- Neukundenboni gibt es bei Festpreisen jedes Jahr wieder, wenn man wechselt. Deshalb stehen das erste Jahr mit Bonus und das Folgejahr getrennt da.
- Netzentgelte unterscheiden sich je Netzbetreiber stark. Tragen Sie den Wert aus Ihrer Rechnung ein, sonst gilt ein bundesweiter Schätzwert.
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