2019 kostete eine Kilowattstunde an der Börse im Schnitt 3,8 ct/kWh, im Krisenjahr 2022 waren es 23,5 ct/kWh. Heute liegt der Schnitt bei 10,6 ct/kWh. Seitdem geht es wieder herunter, aber nicht dorthin zurück, wo es vorher war.
Ein Jahresschnitt unterstellt allerdings, dass Strom den ganzen Tag ungefähr gleich viel kostet. Das war einmal so. Heute kostet dieselbe Kilowattstunde mittags 4,6 ct/kWh und abends 15,7 ct/kWh: ein Abstand von 11,1 ct/kWh am mittleren Tag, gegenüber gut einem Cent in 2019. Alle Zahlen vergleichen den 1. Januar bis zum 22. September jedes Jahres, damit 2026 neben den fertigen Jahren stehen kann.
| Jahr | Mittags ct/kWh | Abends ct/kWh | Abstand ct/kWh | Jahresschnitt ct/kWh |
|---|---|---|---|---|
| 2019 | 3,6 | 4,8 | 1,1 | 3,8 |
| 2020 | 2,4 | 3,8 | 1,2 | 3,1 |
| 2021 | 6,2 | 8,5 | 2,1 | 9,7 |
| 2022 | 20,3 | 31,9 | 10,4 | 23,5 |
| 2023 | 7,6 | 13,4 | 5,4 | 9,5 |
| 2024 | 3,9 | 10,9 | 6,7 | 7,9 |
| 2025 | 4,0 | 13,3 | 9,2 | 8,9 |
| 2026 (bis 22. September) | 4,6 | 15,7 | 11,1 | - |
Mittags deckt die Sonne an vielen Tagen einen großen Teil des Verbrauchs, und dann bestimmt kein Gaskraftwerk mehr den Preis. Am Abend ist sie weg, der Verbrauch aber am höchsten, und dann steht wieder ein Gaskraftwerk am Ende der Reihe und setzt den Preis für alle. 2026 lieferten Wind und Sonne in 8,6 % aller Stunden mehr, als Deutschland verbrauchte; vor 2023 gab es solche Stunden praktisch nie.